homeodoc - Ihr Online-Ratgeber für Homöopathie

Fragen und Antworten

Können mehrere homöopathische Mittel zusammen eingenommen werden?

Idealerweise geben Sie immer nur ein Mittel. Sollten aber für Ihre Symptome mehrere Mittel zutreffen, können Sie zwei bis drei gleichzeitig oder im Wechsel einnehmen. Empfehlenswert ist zum Beispiel ein Abstand von 15 bis 30 Minuten zwischen den einzelnen Mitteln. Diese Angaben gelten wiederum nur für die in diesem Ratgeber empfohlenen Potenzen!


Was passiert, wenn ich ein falsches Mittel nehme?

Die Einnahme eines falschen Mittels kann Ihnen (bei den hier aufgeführten Mitteln und empfohlenen Potenzen) nicht schaden. Das Mittel wird aber auch nicht helfen. Sollte sich also Ihr Krankheitszustand nicht verbessern, dann überprüfen Sie bitte anhand der Symptome und dieses Ratgebers, ob Sie das passende Mittel gegeben haben. Überprüfen Sie ebenfalls, ob das Mittel richtig eingenommen worden ist. Falls sich der Zustand nicht bessert, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker.

Verständlicherweise können in einem Ratgeber wie diesem nur die gängigsten der über 2000 Mittel aufgeführt werden. Diese Mittel helfen meist, müssen es aber nicht immer. Sollten Sie also Symptome haben, die zu keinem der im Buch beschriebenen Mittel passen, dann sprechen Sie bitte mit einem in der Homöopathie ausgebildeten Arzt oder Heilpraktiker.

 

Sollte Ihr Kind aus Versehen ein ganze Packung eines Mittel gegessen, machen Sie sich keine Sorgen. Die hier angeführten Mittel in ihren empfohlenen Potenzen wurden so gewählt, dass eine einmalige Überdosierung in aller Regel keine Probleme bereitet (Achtung aber bei Laktoseintoleranz und Diabetes).

Welche Reaktionen sind nach dem Einnehmen des Mittels zu erwarten?
 
Das Mittel hilft: Es zeigt sich eine deutliche Besserung des Befindens, sowohl körperlich als auch psychisch. Als Faustregel gilt: Je heftiger und akuter der Zustand, umso rascher hilft das Mittel. Je länger die Beschwerden schon anhalten oder je unbedenklicher sie erscheinen, desto länger müssen Sie erfahrungsgemäß das Mittel nehmen, bis sich Ihr Befinden verbessert.

Das Mittel hilft nicht: Sie haben die falsche Wahl getroffen.

Das Mittel hilft anfangs gut, dann aber nicht mehr: Bitte überprüfen Sie, ob die Symptome sich verändert haben. Sehr häufig findet man während der Behandlung veränderte Symptome, die Sie mit einem anderen Mittel behandeln müssen. Notieren Sie die neuen Krankheitszeichen, und suchen Sie dann nach dem nun passenden homöopathischen Mittel.

  Gelegentlich kann es vorkommen, dass nach der Einnahme homöopathischer Mittel die Krankheitssymptome anfangs etwas schlimmer werden (Erstreaktion). Diese Erstreaktion ist ungefährlich, meist nur kurzzeitig und ein gutes Zeichen, da nun die körpereigenen Abwehrkräfte angeregt werden. (Solange die Körpertemperatur nicht gefährlich hoch ansteigt, kann man einen Fieberschub nach der Einnahme eines homöopathischen Mittels durchaus als Erstreaktion bezeichnen. Durch das Fieber versucht der Organismus unter anderem, die hitzeempfindlichen Erreger abzutöten.) Warten Sie mit der nächsten Gabe des Mittels, bis die Erstreaktion abgeklungen ist. Danach wird sich das Allgemeinbefinden verbessern und auch die Krankheitssymptome werden verschwinden. Sollten die Symptome bestehen bleiben oder Sie sich unsicher sein, dann setzen Sie sich bitte mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker in Verbindung.

Können Wechselwirkungen mit herkömmlichen Medikamenten auftreten?
 
Es treten bei den hier aufgeführten Mitteln in der empfohlenen Potenz D12 oder C6 keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auf. In einigen Fällen können sich homöopathische Mittel mit herkömmlichen Medikamenten zu einer sinnvollen Therapie ergänzen. Auf jeden Fall dürfen Sie nie ohne Absprache mit Ihrem Arzt ein verordnetes Medikament eigenmächtig absetzen.
 
Können Kinder und schwangere Frauen mit homöopathischen Mitteln behandelt werden?
 
Bei Kindern: Säuglingen, Kleinkindern und Kindern können ohne Bedenken die hier empfohlenen Mittel in der Potenz D12 oder C6 gegeben werden. Es sollte wegen des Alkoholgehaltes auf Tropfen verzichtet werden. Besonders geeignet sind bei Kindern die aus Rohrzucker hergestellten Globuli.

Bitte lesen Sie auch das Kapitel über die richtige Dosierung. Zusätzlich Hilfe bietet hier auch der Ratgeber "Homöopathie für Kinder" von  (als eBook in unserem homeodoc-Shop erhältlich).SVEN SOMMER

Bei Schwangeren: Obwohl die homöopathischen Mittel frei von Nebenwirkungen sind, muss aus Sicherheitsgründen schwangeren Frauen empfohlen werden, auch homöopathische Mittel erst nach Absprache mit ihrem Arzt oder Heilpraktiker einzunehmen. Alternativ bietet hier auch der Ratgeber "Homöopathie in der Schwangerschaft" von SVEN SOMMER (als eBook in unserem homeodoc-Shop erhältlich) Hilfe.

Hat die Art der Aufbewahrung oder Einnahme einen Einfluss auf die Wirksamkeit der Mittel?
 
Wie wirksam ein Mittel ist, hat auch damit zu tun, wie Sie das Mittel aufbewahren, und wie Sie es einnehmen. Da die homöopathischen Mittel stark verdünnt beziehungsweise potenziert werden, sind sie Fremdeinflüssen gegenüber empfindlich. Sie sollten daher Ihre Mittel an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren und nicht in die Nähe stark riechender Substanzen wie Parfüme oder ätherischer Öle stellen. Halten Sie die Mittel zudem fern von starker Hitze, Sonne, Handy und PC. Beim Einnehmen geben Sie das Mittel direkt auf die Zunge, oder verwenden Sie am besten einen Plastiklöffel. Vor und nach der Einnahme des Mittels sollten Sie für eine Weile Essen und Trinken, Tabakgenuss und Zähneputzen vermeiden. Wenn möglich, schränken Sie Ihren Kaffeekonsum ein, da bei etlichen Mitteln die Wirkung durch Kaffee beeinträchtigt werden kann.

Wann ist es ratsam, einen (in der Homöopathie ausgebildeten) Arzt oder Heilpraktiker zu konsultieren?

Immer dann, wenn die Krankheitssymptome ernst, sehr heftig oder ungewöhnlich sind.

Immer dann, wenn die Krankheitssymptome nicht besser oder gar schlechter werden.

Bei allen Krankheiten, die bereits länger bestehen, chronisch werden beziehungsweise schon sind oder wiederholt auftreten. Die Homöopathie kann alleine oder neben anderen naturheilkundlichen Therapien sehr erfolgreich bei Allergien, Hautproblemen, chronischen Krankheiten und vielen anderen Erkrankungen und Beschwerden eingesetzt werden.

Dies erfordert jedoch ein genaues Studium des Patienten mit seinen individuellen Verhaltensweisen und ein qualifiziertes homöopathisches Wissen. Nur so kann für die jeweilige Person und den jeweiligen Krankheitsfall das ähnlichste Mittel gefunden werden. Sprechen Sie in diesen Fällen mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker.

 In der Homöopathie sind ab der Potenz C6 oder D12 in aller Regel keine herkömmlichen Nebenwirkungen bekannt. Einzige Gefahr besteht somit darin, dass Sie einen Krankheitsprozess verschleppen. Gehen Sie deshalb immer rechtzeitig zu Ihrem Arzt oder Heilpraktiker!

WICHTIG: Sollte die Krankheit trotz Behandlung länger als gewöhnlich andauern, oder sollten die Krankheitssymptome ernst, sehr heftig und ungewöhnlich sein oder nicht besser werden, dann suchen Sie bitte einen Arzt oder qualifizierten Heilpraktiker auf!

Ist Homöopathie wirksam?
 
Die Homöopathie ist die beliebteste Alternativmedizin in Deutschland. Und das nicht umsonst. Nach 20 Jahren Homöopathieforschung zog die Veronica-Carstens-Stiftung 2005 folgende Bilanz: Im Auftrag der WHO habe sie alle bislang durchgeführten Studien zur Homöopathie ausgewertet. Von 340 randomisierten, klinischen Studien zur Homöopathie zeigten 67Prozent ein positives Ergebnis, bei 140 Studien in der Tierheilkunde wiesen mehr als die Hälfte eine Wirkung der Homöopathie nach und in der Grundlagenforschung seien bislang 1089 veröffentlichte Experimente erfasst, von denen über 80 Prozent ein positives Ergebnis für die Homöopathie erbrachten. Deshalb war auch in einer Ausgabe des Medizinjournals »Lancet« der Hinweis über einen geplanten WHO-Report zu finden, der für die Homöopathie mehr als positiv ausfällt: »Die Mehrzahl der wissenschaftlichen Studien in den letzten 40 Jahren haben gezeigt, dass die Homöopathie dem Placebo überlegen und der konventionellen Medizin in der Behandlung von Menschen und Tieren gleichwertig ist.«
 
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